Sieger im Wettbewerb Bioenergiedörfer 2014: Untermassholderbach

Das Bioenergiedorf Untermaßholderbach ist mit 100 Einwohnern in 25 Haushalten ein vergleichsweise kleines Bioenergiedorf. 2011 gründeten die Bewohner des am historischen Limes und in der Nähe der Kreisstadt Öhringen gelegenen Ortes eine GbR für den Betrieb einer Heizzentrale und eines Nahwärmenetzes. 23 Haushalte sind gleichberechtigte Teilhaber und an das Nahwärmenetz angeschlossen, die beiden nicht angeschlossenen Haushalte haben moderne Holzzentralheizungen. Die Wärme liefern eine Biogasanlage (350 kW el und 350 kW th) und ein Holzhackschnitzelkessel (200 kW th). Im Sommer trocknet die GbR mit der überschüssigen Biogaswärme regional erzeugte Hackschnitzel. Insgesamt deckt Untermaßholderbach seinen Wärmeverbrauch zu 100 % aus Biomasse. Gleichzeitig erzeugt das Dorf zwölfmal so viel Strom, wie es selbst verbraucht und trägt damit wesentlich zur regionalen Wertschöpfung bei. Die Akteure von Untermaßholderbach sind in zahlreichen Netzwerken, vor allem im Forschungs- und Wissenschaftsbereich aktiv. Auch die Landesgartenschau 2016 ist bereits auf das Bioenergiedorf aufmerksam geworden und will es in ihr Konzept integrieren.

Herausgeber
BMEL
Erstveröffentlichung
2014
Artikelnummer
845

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